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4-24-2016 - von

Mietrecht in Österreich – Was du als Mieter wissen solltest:

Für das geltende Mietrecht in Österreich ist vor allem der abgeschlossene Mietvertrag ausschlaggebend. Hier werden sowohl deine Rechte und Pflichten als Mieter verankert, als auch jene deines Vermieters. Daher ist es besonders wichtig, dass du dir für das Durchlesen vor dem Unterzeichnen auch ausreichend Zeit nimmst. Sollte es diverse Passagen geben, bei denen du dir nicht ganz sicher über die Bedeutung des Inhalts bist, dann konsultiere bitte unbedingt jemanden, der sich damit besser auskennt. Im bestmöglichen Fall hast du vielleicht einen Anwalt in der Familie, der solche Absätze dann schnell für dich überfliegt. Sobald die Unterschriften einmal unter das Schriftstück gesetzt werden, ist der Vertrag natürlich auch rechtlich bindend. In diesem Artikel erfährst du, was du über das Mietrecht in Österreich wissen solltest. Vor allem vor Bezug deiner ersten eigenen Wohnung, solltest du dich ein wenig mit diesem sonst doch eher trockenen Thema auseinandersetzen.

Mietrecht in Österreich

Foto: Pixabay.com

Grundlegendes aus dem Mietrecht in Österreich

 

Wie bereits erwähnt, ist der Mietvertrag das Kernstück, das die Beziehung zwischen Mieter und Vermieter regelt und gewinnt vor allem bei Konflikten stark an Bedeutung. Wenn du als Mieter:

  • Dich an die Hausordnung hältst,
  • Die Miete rechtzeitig bezahlst und
  • Mit dem Eigentum des Vermieters sorgsam umgehst,

dann hast du bei jeglichen Konflikten aber meist einen guten Ausgangspunkt, um dein Anliegen durchzubekommen.

Das Mietrecht in Österreich stammt aus dem Jahr 1981 und wurde immer wieder angepasst und überarbeitet. Die wichtigsten Punkte, die dich als Mieter betreffen, sind hier übersichtlich zusammengefasst. Willst du den genauen Gesetzes-Text des Mietrechts in Österreich lesen, dann kannst du dies unter dem vorangegangenen Link tun.

Pflichten des Mieters:

  • Zutritt zur Wohnung gewähren, wenn ein triftiger Grund vorliegt

 

Dies ist oft ein leidiges Thema und wird auch immer wieder diskutiert. Wenn ein Besuch vom Vermieter oder von beauftragten Handwerkern angemeldet wird und ein guter Grund für das Betreten der Wohnung vorliegt, dann musst du das als Mieter auch zulassen. Beispiele hierfür wären eventuelle Schäden an einem Wasserrohr oder das Ablesen der Zählerstände.

  • Dulden von notwendigen Verbesserungsarbeiten

 

Wenn gewisse Arbeiten zur allgemeinen Verbesserung der Wohnsituation geplant sind, kannst du dich als Mieter einer Wohnung nicht dagegen wehren. Wird zum Beispiel ein Aufzug eingebaut oder Gasleitungen saniert, dann hast du diese Arbeiten und die damit verbundene Geräuschbelästigung zu dulden. Da solche Veränderung meist auch zu einer verbesserten Wohnsituation führen, sollte dieser Punkt aber nicht allzu schwer einzuhalten sein.

  • Zusage für Renovierungsarbeiten ersuchen

 

Willst du als Hauptmieter (Vertrag wurde zwischen dir und dem Eigentümer des Wohnobjekts abgeschlossen), irgendwelche gravierenden Änderungen an der Wohnung durchführen, dann benötigst du die Zusage des Eigentümers dafür. Wird dein Vorhaben nicht innerhalb von zwei Monaten abgelehnt, kann dies übrigens als Zustimmung gewertet werden. Wir raten dir aber trotzdem, bei allen Arbeiten unbedingt direkte Rücksprache mit dem Vermieter zu halten und am besten schriftlich Zusagen zu diversen Projekten einzuholen!

  • Richtiger Umgang mit der Wohnung

 

Du musst natürlich mit dem Besitz anderer respektvoll und gut umgehen. Sollte durch deine offensichtliche Vernachlässigung irgendetwas zu Bruch gehen oder funktionsunfähig werden, was das Leben eines Nachmieter oder des Eigentümers erschwert, dann kann hier sogar Schadensersatz gefordert werden. Die Instandhaltung und Wartung der Heizanlage, in angemessener Art, ist ein Beispiel für diese Pflicht für dich als Mieter.

Pflichten des Vermieters dem Mieter gegenüber

 

  • Will der Vermieter die Wohnung betreten, während du darin wohnst, dann muss er dies im Voraus ankündigen und mit dir koordinieren. „Überraschungsbesuche“ sind nicht rechtlich verankert und du musst dem Vermieter keinen Eintritt gewähren. Sollte allerdings “Gefahr in Verzug“ sein, dann muss natürlich vorab keine Anmeldung durchgeführt werden. Der Vermieter benötigt in solchen Fällen aber einen triftigen Grund dafür, um Zutritt zur Wohnung zu erbitten. Wohnst du beispielsweise noch im Mietobjekt, aber ziehst du bald aus und der Vermieter sucht nach einem Nachmieter, dann sind Besichtigungstermine als triftiger Grund zu werten. Allerdings muss der Besichtigungstermin mit dir vorab geklärt werden.
  • Der Vermieter muss gewährleisten, dass die Wohnung gut erhalten und bewohnbar bleibt, auch während eines laufenden Mietvertrags. Kommt es also zum Wasserrohrbruch oder ähnlichem (nicht von dir als Mieter verursacht), dann muss der Vermieter den Schaden beheben.
  • Bei der Übergabe der Wohnung an dich, muss diese in einem brauchbaren und bewohnbaren Zustand sein.
  • Die bezahlte Kaution muss vom Vermieter auf einem Sparbuch oder einer ähnlichen Anlageform (mit gleich guter Verzinsung und Sicherheit) aufbewahrt werden. Wird das Mietverhältnis aufgelöst und keine Beanstandungen am Zustand der Wohnung geltend gemacht, dann muss der Vermieter dem Mieter die Kaution plus Zinsen zurückerstattet werden.

 Umziehen und ein neues Mietverhältnis einzugehen ist immer mit Arbeit und Planung verbunden. Deine neue Adresse muss an den richtigen Orten angegeben werden, die Wohnung neu eingerichtet und natürlich sollte auch das neue Zuhause in vollen Zügen genossen werden. Wir von Moveria wollen dir eine Hilfe bei Planung und Durchführung deines Umzugs sein.  Mit diesem kurzen Überblick über das Mietrecht in Österreich solltest du gut informiert, die neue Wohnung zum Zuhause machen können.

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