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14-07-2016 - von Anna

Umziehen mit Katzen – Stressfreier Wohnortswechsel auf vier leisen Pfoten

Das Umziehen mit Katzen kann den Wohnortwechsel noch etwas aufregender und vor allem stressiger gestalten als dies ohnehin schon auch ohne die vierbeinige Begleitung der Fall wäre. Man liebt ja seinen schnurrenden Begleiter und will, dass der Umzug kein traumatisches Erlebnis für die Katze ist. Eines vorweg: So ein Revierwechsel ist für den unabhängigen Vierbeiner immer mit einem hohen Stresslevel verbunden. In diesem Artikel liefern wir dir aber umfangreiche Tipps und Trick für ein möglichst stressfreies Umziehen mit Katzen. Das tut nicht nur der Katze gut, sondern letztendlich auch dir!

Inhalt:

Die Vorbereitungsphase

Willkommen im neuen Zuhause

Mögliche Reaktionen auf die neue Umgebung

Das Einleben erleichtern

Umziehen mit Freigänger

Vom Streuner zum Stubentier

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(c)canstockphoto / andreykuzmin

Umziehen mit Katzen –  Die Vorbereitungsphase vor dem Umzug

Das der Umzugstag selbst mit Chaos und höheren Stresslevels verbunden ist, das leuchtet natürlich ein. Für vierbeinige Begleiter kann die Unruhe aber schon vorher belastend werden. In der Endphase vor dem roteingekreisten Umzugstag am Kalender verschwinden immer mehr Dinge in Kisten und Möbel werden bereits abmontiert. Diese allgemeine Aufregung geht natürlich auch nicht spurlos an der Katze vorbei. Besonders, wenn sich diese Tage ein wenig in die Länge ziehen, da der Umzug neben Vollzeit-Berufstätigkeit durchgeführt wird, sollte man sich hier Gedanken machen, wie man diese Zeit weniger anstrengend für die Vierbeiner machen kann:

  • Zu bekannten Freunden geben in der Vorbereitungsphase

Sollte deine Katze früher bereits manchmal bei Freunden für ein paar Tage untergekommen sein, wenn du zum Beispiel auf Reisen warst, dann wäre es auch in der finalen Phase des Umzugs sehr ratsam, den Stubentiger in Pflegeurlaub zu geben. Auch eine Katzenpension könnte eine gute Idee sein. Der Wohnortswechsel ist ja tagelang stressig und das Umziehen mit Katzen ist vor allem für die Vierbeiner sehr belastend – Urlaub bei Freunden ist für den Vierbeiner meist deutlich angenehmer, als die dauernde Umzugsunruhe um sich zu haben.

Alternative: Katzenruheraum

Richte am besten einen Raum ein, der bis ganz zum Schluss vom Umzugstrubel verschont bleiben soll und auch kann. Hier kannst du bereits in der Vorbereitungsphase alle Katzen-Utensilien (Kratzbaum, Fressnapf & Co.) unterbringen. Wenn der allgemeine Stresspegel steigt und immer mehr Dinge in den Kisten verschwinden, dann sollte die Katze immer mehr Zeit in diesem Raum verbringen. Am Umzugstag selbst sollte die Katze am besten im Raum eingeschlossen bleiben, damit sie im Umzugschaos nicht im schlimmsten Fall noch wegläuft. Kleiner Tipp: Klebe eine gut leserliche Nachricht auf die Tür, dass diese geschlossen bleiben soll. So macht kein Umzugshelfer versehentlich die Tür zum Katzenrefugium auf.

Umziehen mit Katzen – Willkommen in dem neuen Zuhause

Der Start im neuen Zuhause ist für Katzen genauso stressig, wie das Verlassen des alten Lebensraums. Alles ist neu und das neue Revier muss erst erkundet werden. Katzen haben ihre ganz eigene Persönlichkeit und so können die Reaktionen auf die Veränderung auch unterschiedlich ausfallen. Hast du einen gelassenen Kater, der nach einmaligem Abgehen des neuen Heims sich wieder gemütlich auf deinem Schoß für die gewohnte, tägliche Streicheleinheit  einfindet – dann GLÜCKWUNSCH! In der Regel können die Reaktionen doch auch extremer ausfallen. Beim Umziehen mit Katzen ist vor allem eines vom liebevollen Tierbesitzer gefragt: Verständnis und Geduld.

Mögliche Reaktionen auf die neue Umgebung

In den ersten Tagen kommt es bei den meisten Katzen zu einer auffälligen Verhaltensänderung. Sie sind deutlich nervöser und verkriechen sich auch oft an schwer zugänglichen Stellen. Das gibt den Katzen ein Gefühl von Sicherheit und sollte sich nach einigen Tagen wieder legen. In manchen extremeren Fällen kann es auch dazu kommen, dass die stubenreinen Haustiger plötzlich nicht mehr ganz so stubenrein sind. Hier ist Geduld und keine Bestrafung gefragt. Sogar körperliche Reaktionen können auftreten, wie zum Beispiel stressbedingter Haarausfall.

Kleiner Tipp: Sollte der Umzug besonders schwer für deine Vierbeiner sein, können Forums von Katzenliebhabern im Internet eine tolle Anlaufstelle für dich sein. Hier besprechen Tierliebhaber ihre eigenen Erfahrungen beim Umziehen mit Katzen und du kannst dir tolle Tipps und Erfahrungsberichte durchlesen. Werden die Stressreaktion zu extrem, dann ist natürlich auch der Tierarzt deines Vertrauens eine gute Anlaufstelle.

Für den Umzug selbst solltest auf jeden Fall einem Transportkorb für die Katze bereit stehen haben. Wenn du so einen nicht bereits zuhause hast, kannst du diesen auch am besten schon einige Wochen im Vorfeld kaufen, damit sich das Tier daran gewöhnen kann. Gib am Umzugstag auch eine alte Katzendecke hinein, damit zumindest der Geruch für die Katze vertraut ist. Wir haben auch in unserem Umzugsshop das Zubehör für Katzen für dich bereitgestellt. Achte bitte darauf, dass die ausgewählte Transportbox auch eine gute Vorrichtung für den Sicherheitsgurt im Auto hat.

Umziehen mit Katzen

Tipps, um das Einleben zu erleichtern

1. Alte Möbel sind vertrauter

Es ist natürlich verlockend beim Umzug ins neue Zuhause auch gleich neue Möbel zu kaufen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, einen neuen Schrank zu kaufen, tausche aber keinesfalls die alten Katzenmöbel gleich gegen neue aus. Auch wenn der alte Kratzbaum sehr mitgenommen aussieht und dir eigentlich nicht so ganz ins Bild des neuen Zuhauses passt, ist dies doch ein vertrautes Stück “alte Heimat“ für deinen vierbeinigen Freund. Katzendecke, Fressnapf, Kratzbaum und ähnliches sollte daher auf keinen Fall schon beim Umzug ausgetauscht werden.

Hat sich deine Katze im neuen Zuhause eingelebt, kannst du ihr schöne Möbel kaufen. Schaue in unserem Artikel „Katzenmöbel Natur – 7 Traummöbel für deine Fellnase“ nach ein paar Ideen. 

2. Katzenraum einrichten für die ersten Tage

So wie bereits in der alten Wohnung, sollte auch in der neuen Wohnung von Anfang an ein Rückzugsgebiet für die Katze eingerichtet werden. Dort soll die Katze einen festen Platz mit allen ihren Sachen haben. Am besten richtest du dieses Rückzugsgebiet in einem Raum ein, den du schon als erstes wieder voll eingerichtet hast und alle Umzugskisten ausgepackt sind. So wird dieser Rückzugsort der Katze nicht immer wieder verändert.

3. Selbst ruhig bleiben

Versuche als Katzenbesitzer selbst so ruhig wie möglich zu bleiben, besonders wenn du merkst, dass dein Stubentiger sehr nervös auf die neue Umgebung reagiert. Selbst die Unruhe im Griff zu haben, kann auch beruhigend auf die Katze wirken.

4. Die Katze zieht als letzte um

Die Katze sollte als letztes in das Auto gebracht werden und bis dahin noch möglichst lange in Ihrem Raum in der alten Wohnung bleiben. Wenn bereits alle anderen Kisten und Möbelstücke im neuen Zuhause angelangt sind, dann erst kommt die Katze an die Reihe. So ist sie weniger Umzugsstress ausgeliefert und bekommt nur das halbe Chaos mit.

Wichtiger Tipp: Achte vor allem in der Anfangsphase darauf, dass immer alle Fenster, Balkon- und Wohnungstüren in der neuen Wohnung gut verschlossen sind, da die Katze sonst verschwinden könnte. Besonders dann, wenn das neue Zuhause von ihr noch nicht als neues Revier gesehen wird.

Spezialfall – Umziehen mit Katzen, die Freigänger sind

Wenn deine Katze “Streuner-Freiheiten“ genießen darf, dann sind beim Umzug noch ein paar zusätzliche Dinge zu beachten:

Zuerst an die Wohnung gewöhnen

Experten raten, nach dem Umziehen mit Katzen den Lebensraum vorerst einmal nur auf die Wohnung selbst zu beschränken. Zuerst sollte sich der vierbeinige Begleiter an den neuen Lebensraum gewöhnen, bevor er wieder nach draußen darf. So wird die Wohnung auch zur Basis und Mittelpunkt des Lebens der Katze und sie kommt nach ihren Streifzügen wieder zurück. Als Faustregeln geben Experten ca. 4 Wochen “Stubenarrest“ nach dem Umziehen mit Katzen an, aber meistens meldet sich die Katze von selbst, wenn sie wieder bereit für Erkundungstouren ist.

Auslauf langsam steigern

Am Anfang sollte der gewährte Auslauf langsam gesteigert werden. Nimm dir Zeit und gehe mit der Katze vor die Tür und verlängere die “Draußen-Zeit“ täglich um ein paar Minuten mehr, bis du dann das Gefühl hast, die Katze problemlos wieder alleine nach Draußen gehen lassen zu können.

Vom Streuner zum Vollzeit-Stubentiger – Umziehen mit Katzen in die Stadt

Wenn es in der neuen Nachbarschaft für die Katze plötzlich nicht mehr möglich ist, nach draußen zu gehen, sie das aber vom alten Zuhause so gewohnt war, dann kann das zu einigen Problemen führen. Die Katze kann auf diese Freiheitsberaubung anfangs mit Verhaltensänderungen reagieren. Sie versucht zum Beispiel jedes Mal durch die Tür abzuhauen, wenn jemand nach Hause kommt, oder es werden vorübergehend sogar Unreinheit und Aggression zum Thema. Solch extremen Reaktionen sollten sich allerdings mit der Zeit wieder legen. Eine Möglichkeit wäre es noch, die Katze vielleicht an eine Leine zu gewöhnen. Das kann sich allerdings auch als sehr schwierig herausstellen.

Der stille Vierbeiner ist Teil der Familie und muss nun mal auch in die neue Wohnung mit. Das Umziehen mit Katzen kann zwar eine Herausforderung sein, aber es lohnt sich, wenn man dann wieder mit dem Stubentiger auf der Couch im neuen Zuhause kuscheln kann. Umzug ist mit sehr viel Organisationsarbeit verbunden und mit Haustieren ist der Wohnortswechsel gleich noch ein klein wenig anstrengender. Wir laden dich natürlich ein, deine persönlichen Erfahrungen beim Umziehen mit Katzen mit uns und unseren anderen Lesern in den Kommentaren zu teilen.

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