Umzugsblog

Ein Blog zu den Themen Umzug, Einrichten und Wohnen

Finde heraus, wie viel dein Umzug kosten würde
4-25-2016 - von

Maklerprovision in Österreich – Wer bezahlt und wie viel?

Eine Maklerprovision ist eine zusätzliche Ausgabe, die vor allem beim Immobilienkauf anfällt, aber auch schon beim Mieten einer neuen Wohnung fällig wird, sofern man die Dienste eines Maklers in Anspruch nimmt. In vielen Ländern gibt es die unterschiedlichsten Regelungen dazu, wer, wie viel bezahlen muss. In Österreich wird die Courtage (wie die Maklerprovision noch genannt wird) meist von beiden Parteien und zu gleichen Teilen getragen. Käufer und Verkäufer zahlen also jeweils die Hälfte der Provision – Dies ist keineswegs in allen Ländern so geregelt.

Die Aufgabe eines Maklers ist es, Wohnungssuchende und Wohnungsanbieter zusammenzubringen, sowohl für den Kauf als auch das Vermieten einer Wohnung, Haus oder eines Grundstücks.

Maklerprovision

© Can Stock Photo Inc. / gstockstudio

Wer bezahlt die Maklerprovision in Österreich?

 

Wie bereits erwähnt wird diese im Regelfall zu gleichen Teilen von beiden Parteien getragen. Allerdings kann es auch anders geregelt werden. Es gibt Ausnahmen, bei der entweder der Käufer oder der Verkäufer die Courtage zur Gänze trägt.  Man unterscheidet hier zwischen einer sogenannten Innen-Provision (bezahlt vom Verkäufer), und einer Außen-Provision (bezahlt vom Käufer).

Wenn die vollständige Maklerprovision vom Verkäufer getragen wird, hat das natürlich den Vorteil, dass die Immobilie ohne Provision angeboten werden kann. Die Provision ist dann natürlich meist im Kaufpreis schon berücksichtigt, aber für den Käufer wirkt dies oft als verlockenderes Angebot.

Einen interessanten Ausnahmefall bildet noch eine sogenannte Mehrerlösvereinbarung zwischen Verkäufer und Makler. Schafft der Makler es, einen höheren Kaufpreis zu erzielen, als der Verkäufer als Minimum festgelegt hätte, dann bekommt der Makler noch eine zusätzlich Zahlung (deren Höhe im Vorfeld vereinbart wurde).

Maklerprovision

Foto: Pixabay.com

Wie hoch sollte die Maklerprovision ausfallen?

 

Zu aller erst hängt das natürlich davon ab, ob ein Miet- oder ein Kaufvertrag durch die Arbeit des Maklers aufgesetzt wird. Außerdem muss dir vorab immer schriftlich mitgeteilt werden, wie hoch die Courtage für den Maklers ausfallen wird. Das Zahlen der Provision wird erst bei Abschluss des Miet- oder Kaufvertrags fällig.

Maximale Maklerprovision bei Abschluss eines neuen Mietverhältnis:

 

  • Bei einem Abschluss eines Mietvertrages, der unbefristet oder auf mehr als 3 Jahre befristet ist: Maximal 2 Monatsmieten.
  • Bei einem Abschluss eines unbefristeten Mietvertrags, bei dem der Makler auch gleichzeitig Wohnungsverwalter ist: Maximal eine Monatsmiete.
  • Abschluss eines befristeten Mietvertrags für maximal 3 Jahre: Maximal eine Monatsmiete
  • Bei Verlängerung eines vorhandenen Mietvertrags bzw. der Umwandlung eines befristeten in ein unbefristetes Mietverhältnis: Ergänzungsprovision von maximal einer halben Monatsmiete.
  • Abschluss eines Mietvertrags für einzelne Wohnräume: maximal eine Monatsmiete.

Unter dem folgenden Link kannst du die höchstzulässige Provision berechnen. Die oben angeführten Provisionen sind die maximal zulässige Verrechnung für die Courtage. Es zahlt sich aber auf jeden Fall aus, hier sein Verhandlungsgeschick ein wenig zu testen.

Maklerprovision bei Immobilienverkauf

 

In Österreich ist es üblich, dass eine Courtage, bei Kaufpreisen von über 35.000 Euros, mit 4% berechnet wird. Bei Kaufpreisen von über 48.000 Euro sinkt dieser Wert auf 3%. Die Höhe der Maklerprovision ist von den Markt-üblichen Konditionen, dem Immobilienpreis und der Marktlage abhängig.

Wissenswertes zur Maklercourtage:

 

  • Wichtig ist noch zu wissen, dass Wohnungsvermittlungen (also Maklerprovisionen) in Österreich Umsatzsteuerpflichtig sind. Somit sollte der Makler, die in Österreich üblichen 20% Umsatzsteuer, von vornherein in seiner schriftlichen Provisionsanforderung vorgemerkt haben.
  • Makler können in Österreich auch zusätzliche Kosten geltend machen. Zum Beispiel Fahrt- oder Werbungskosten. Jedoch müssen solche Rechnungsabsichten von Seiten des Maklers, über einen separaten Vertrag im Vorhinein mit dir festgelegt werden.

 

Die perfekte Wohnung zu finden, kann ein sehr schweres und auch zeitintensives Unterfangen sein. Die Hilfe von einem kompetenten Makler kann dieses deutlich vereinfachen und kann in vielen Fällen auch ihr Geld wert sein. Dich könnten hier übrigens auch noch unsere Beiträge zu Wohnungsbesichtigung und verschiedene Wohnformen für Studenten sehr interessieren. Die Maklerprovision ist in manchen Fällen eine wirklich gute Investition, die einfacher und schneller zum neuen Wohnglück führen kann.

Kommentare (0)

Kommentar